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Zivilcourage & Ehrenamt - Stützpfeiler der Bürgergesellschaft


(© kebox - Fotolia.com)

Die neue schwarz-gelbe Regierungskoalition will die Wehrpflicht zukünftig auf sechs Monate begrenzen. Doch diese Umstellung würde nicht nur weitreichende Umwälzungen innerhalb der Bundeswehr mit sich bringen, sondern auch zu empfindlichen Personalengpässen im sozialen Dienst führen. Im Anschluss an die Verlautbarung der Regierungspläne entfachte sich in der Öffentlichkeit eine Diskussion um den Zustand der Bürgergesellschaft in Deutschland.

Nach den tragischen Vorkommnissen im September 2009, bei denen Dominik Brunner sein mutiges Eingreifen bei einem Konflikt in der Münchener S-Bahn mit seinem Leben bezahlen musste, diagnostizierten viele Experten eine Verrohung innerhalb der Gesellschaft und prophezeiten als Reaktion auf den brutalen Mord eine Ende der Zivilcourage in Deutschland.

Doch sind Zivilcourage, freiwilliges Engagement wie die Übernahme eines Ehrenamtes und bürgerschaftliche Initiative tatsächlich nur noch Relikte aus vergangenen und besseren Zeiten? Oder zeigen nicht gegenläufige Entwicklungen wie eine stetige Zunahme der Bewerberzahlen für das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr, dass die Stützpfeiler der Bürgergesellschaft noch stabil und gesund sind?

In vier Kapiteln sind Literaturnachweise und Darstellungen zu Forschungsprojekten aufgeführt, die versuchen, jenen Fragen auf den Grund zu gehen. Nachweise zu "Zivilcourage", "Ehrenamt", "Bürgerschaftlichem Engagement" und "Institutionalisierter Freiwilligkeit" sollen einen Überblick über die aktuelle Forschungslandschaft in den Sozialwissenschaften vermitteln.