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Mit der Bubble-Ökonomie in die Krise


(© S.Driessen/Photocase.com)

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wählte „Finanzkrise“ zum Wort des Jahres 2008. Gekürt werden immer Wörter und Ausdrücke, „die die öffentliche Diskussion des Jahres besonders bestimmt haben.“ Eine Wahl, die also nicht überrascht, war doch die Krise 2008 buchstäblich in aller Munde.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf verdrängten die ungelösten Fragen rund um die Finanz- und Wirtschaftskrise den Irak-Krieg als Top-Thema. Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute prognostizierten einstimmig für das Jahr 2009 die weitreichendste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik. Zudem ist der Staat ist nach Jahrzehnten der wirtschafts- und finanzpolitischen Deregulierung überraschend als mächtiger Gestaltungsfaktor auf den Wirtschaftsmarkt zurückgekehrt. Diese Umwälzungen auf weltpolitischer Ebene blieben auch in den Sozialwissenschaften nicht unbeachtet und fanden ihre Berücksichtigung in aktuellen Publikationen und Forschungsprojekten.

Die Dezember-Ausgabe der Reihe „Recherche Spezial“ bündelt die aktuellsten Literatur- und Forschungsnachweise, die sich mit den Ursachen und den Folgen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigen. Zudem werden Arbeiten nachgewiesen, die sich auf den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes konzentrieren, der entscheidenden Anteil an der nachfolgenden Banken- und Wirtschaftskrise hatte. Darüber hinaus wird auch den regional begrenzten Krisen Ende der neunziger Jahre bzw. Anfang des neuen Jahrtausends Platz eingeräumt, die Asien bzw. Südamerika heimsuchten und die dortige Wirtschaft erheblich erschütterten.