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Wettlauf um die US-Präsidentschaft: Wahlkampf und Politikinszenierung


(Quelle: www.flickr.com)

"Yes we can! Yes we can!" Diese drei Worte schallten am 24. Juni 2008 im rhythmischen Stakkato wieder und wieder durch die sommerliche Berliner Abendluft. Mehr als 200.000 Menschen hatten sich rund um die Siegessäule in der deutschen Hauptstadt versammelt, um die außenpolitische Rede des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama zu hören. Doch die überwiegend jüngeren Besucher beließen es nicht bei stiller Aufmerksamkeit, sondern bejubelten den Kandidaten wie einen berühmten Popstar auf einer seltenen Stippvisite in Deutschland.

Der Berlin-Besuch stand ganz im Zeichen einer politisch inszenierten Show, auf die nicht nur in Wahlkampfzeiten gerne zurückgegriffen wird. Die Vermittlung politischer Inhalte gelingt häufig erst durch den Einsatz von Symbolen oder symbolischen Handlungen. Diese drücken mitunter komplexe Inhalte vereinfacht aus, indem sie die Sachverhalte komprimiert optisch, nicht selten sogar emotional transportieren.

Die vorliegende Ausgabe der Reihe "Recherche Spezial" beschäftigt sich mit der Inszenierung politischer Inhalte, mit der zunehmenden Personalisierung von Politik und Wahlkämpfen und der medialen Politikvermittlung. In sechs thematisch untergliederten Kapiteln werden Literatur- und Forschungsarbeiten, die sich mit der Thematik beschäftigen, nachgewiesen. Im letzten Kapitel sind zudem Nachweise gesammelt, die aufgrund der weltpolitisch bedeutsamen US-amerikanischen Präsidentschaftswahl in den USA Wahlkämpfe und Politikinszenierung in den Vereinigten Staaten beleuchten.