Das Portal für die Sozialwissenschaften

Bestellen Sie jede gewünschte Ausgabe auch als Print-Version!

Zum Bestellformular

Zum kostenlosen PDF

Zwischen Döner-Bude und Hightech-Unternehmen: Ausländische Arbeitgeber im Inland


(© NormanBates/Photocase.com)

Die Juni-Ausgabe der Recherche Spezial bietet einen umfassenden und kommentierten Überblick über die neuesten Literatur- und Forschungsnachweise zum Thema „ethnische Ökonomien" und beschäftigt sich mit Aspekten der Wirtschaftstätigkeit von Migranten in Deutschland. Unsere Recherche fokussiert die wesentlichen Faktoren, die die berufliche Selbständigkeit von Ausländern in Deutschland beeinflussen.

Seit den 1960er Jahren wurden Millionen von Migranten, damals noch Gastarbeiter genannt, nach Deutschland geholt, um den Bedarf an Arbeitskräften in den deutschen Großkonzernen zu decken. Mit der zunehmenden Technisierung der Arbeit wurde der Bedarf an Arbeitskräften immer geringer. Es kam zu einer Sättigung des Arbeitsmarktes, die vor allem zu einer hohen Arbeitslosenquote unter den ausländischen Mitbürgern führte. Diese wirtschaftliche Notsituation brachte es mit sich, dass sich Migranten in Deutschland häufig selbstständig machten. Und als Selbstständige wurden sie auch zu Arbeitgebern. Waren Migranten zunächst vorrangig im Bereich der Nahrungsmittelproduktion im großstädtischen Milieu tätig, wurden sie im Zuge steigender Bildungsmöglichkeiten (insbesondere in der zweiten und dritten Generation) auch in vielen anderen Wirtschaftsfeldern zu Arbeitgebern. Diese Entwicklung hat Migranten als Arbeitgeber zu einem eigenständigen Faktor im deutschen Wirtschaftsraum werden lassen.

Die Nachweise der Recherche entstammen den GESIS-Datenbanken SOLIS und SOFIS sowie den sechs englischsprachigen sozialwissenschaftlichen Datenbanken des Herstellers Cambridge Scientific Abstracts (CSA).